Wasser wird weltweit zu einer der wichtigsten Ressourcen. Gleichzeitig stehen Unternehmen zunehmend vor der Herausforderung, ihren Wasserverbrauch transparent zu machen und Verantwortung zu übernehmen.
Der Grundwasserwald® richtet sich an alle, denen Wasser als gemeinsame Ressource am Herzen liegt. Ob großes Unternehmen oder kleiner Betrieb, Behörde, Umweltorganisation oder Waldbesitzer – jeder kann Teil davon werden. Denn der Grundwasserwald® ermöglicht anteilige Beteiligung: Viele kleine Beiträge finden ihren Platz auf einer gemeinsamen zertifizierten Fläche. Was zählt, ist nicht die Größe des Beitrags, sondern die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
[ˈɡʁʊntˌvasɐˌvalt] : Nomen
Der Grundwasserwald® ist eine naturbasierte Maßnahme, die gezielt die Neubildung von Grundwasser fördert und so die Wasserbilanz verbessert. Durch den Umbau von Nadel- zu klimaresilienteren Laub-Mischwäldern verbessert sich die Versickerung von Regenwasser und die regionale Wasserbilanz wird dauerhaft gestärkt. Ein Grundwasserwald® kann nach eigener wissenschaftlicher Modellierung jährlich bis zu 1,5 Millionen Liter zusätzliches Grundwasser pro Hektar bilden. Die Wirkung wurde über einen Zeitraum von 50 Jahren prognostiziert.*
*Wissenschaftliche Modellierung durch die HAWK Göttingen und die UDATA GmbH, 2022
Wasser folgt einem Kreislauf. Entscheidend ist nicht nur, wie viel Niederschlag fällt, sondern auch, wie viel davon tatsächlich im Boden ankommt. Nadelbäume halten einen Großteil des Regens und Schnees in ihren immergrünen Kronen zurück, wo er verdunstet. Laubbäume lassen Wasser in der laubfreien Zeit nahezu ungehindert versickern und verbrauchen im Winter kaum Wasser. Ihre tiefreichenden Wurzeln und die Zersetzung der Laubstreu können die Bodenstruktur verbessern und die Versickerung begünstigen.
Der Effekt der Grundwasservermehrung entwickelt sich über Jahre, wirkt dann langfristig auf Wasserverfügbarkeit, Bodenqualität und ökologische Stabilität.
Der Grundwasserwald® wirkt weit über die Grundwasserneubildung hinaus – als lebendiges System, das Klima, Boden und Biodiversität stärkt.
Waldböden filtern Schadstoffe und verbessern die Grundwasserqualität.
Mehr Humus, bessere Wasserspeicherung und stabile Nährstoffkreisläufe.
Langfristige Kohlenstoffbindung im Boden und kühlende Wirkung.
Höhere Widerstandskraft gegen Trockenheit, Schädlinge und Extremwetter.
Nadelbäume halten einen großen Teil des Niederschlags in ihren Kronen zurück. Ein erheblicher Anteil verdunstet, bevor er den Boden erreicht.
Laubbäume lassen in der laubfreien Zeit deutlich mehr Wasser bis zum Boden durch. Gleichzeitig ist ihr Wasserverbrauch im Winter gering.
Tiefreichende Wurzeln und eine lockere Laubstreu verbessern die Bodenstruktur. Wasser kann langsamer und gleichmäßiger in den Untergrund einsickern.
Der Effekt entwickelt sich über Jahre und entfaltet seine volle Wirkung langfristig. Die zusätzliche Grundwasserbildung wird über einen Zeitraum von bis zu fünfzig Jahren modelliert und dokumentiert.
Identifikation geeigneter Waldflächen und Zusammenstellung aller relevanten Standort-, Boden- und Klimadaten
Simulation der Grundwasserneubildung unter aktuellen und zukünftigen Bedingungen, inklusive Kontrollläufen und Szenarienvergleich.
Festlegung des Maßnahmenumfangs sowie Abschluss verbindlicher Vereinbarungen mit Waldbesitzern und beteiligten Dienstleistern.
Fachgerechte Pflanzung standortgeeigneter Laubmischwaldarten auf Basis der Standortanalyse und Modellierung.
Dokumentation des prognostizierten jährlichen Grundwassermehrertrags in einem Zertifikat mit klarer Herleitung.
Begleitende Kontrolle der Maßnahmen, regelmäßige Bewertung und – falls nötig – fachliche Nachsteuerung.
Identifikation geeigneter Waldflächen und Zusammenstellung aller relevanten Standort-, Boden- und Klimadaten
Simulation der Grundwasserneubildung unter aktuellen und zukünftigen Bedingungen, inklusive Kontrollläufen und Szenarienvergleich.
Festlegung des Maßnahmenumfangs sowie Abschluss verbindlicher Vereinbarungen mit Waldbesitzern und beteiligten Dienstleistern.
Fachgerechte Pflanzung standortgeeigneter Laubmischwaldarten auf Basis der Standortanalyse und Modellierung.
Dokumentation des prognostizierten jährlichen Grundwassermehrertrags in einem Zertifikat mit klarer Herleitung.
Begleitende Kontrolle der Maßnahmen, regelmäßige Bewertung und – falls nötig – fachliche Nachsteuerung.
Ein Blick auf die Deutschlandkarte zeigt Ihnen, wo unsere Grundwasserwälder bereits entstanden sind. Projekte, die schon heute Wirkung zeigen.
Thüringen
Niedersachsen- Schneverdingen
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Wir zeigen Ihnen, wie der Grundwasserwald funktioniert und wie Ihr Unternehmen einen zertifizierten Beitrag zum Grundwasser leisten kann.
Der Grundwasserwald® wird langfristig begleitet und jährlich überprüft. So können Veränderungen in der Waldentwicklung frühzeitig erkannt und bei Bedarf berücksichtigt werden. Das regelmäßige Monitoring schafft Transparenz über den Zustand der Fläche und trägt dazu bei, die angestrebte Funktion und Wirkung der Maßnahme langfristig zu sichern.
FEAM koordiniert und begleitet das Projekt über die gesamte Laufzeit. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit Waldbesitzern und regionalen Partnern. Klare Zuständigkeiten, transparente Dokumentation und die lokale Einbindung bieten die Verlässlichkeit. Bei Schäden oder Flächenverlusten greifen vertraglich geregelte Prüf-, Wiederherstellungs- und Ersatzmechanismen. Zugleich sind vermeidbare Fehler und Verantwortlichkeiten versicherungsrechtlich und vertraglich abgesichert.
Andere naturbasierte Maßnahmen können ebenfalls wertvoll sein, verfolgen jedoch häufig andere Schwerpunkte. Der Grundwasserwald® ist besonders geeignet, wenn Wasser als wesentliches Thema erkannt wurde und eine regionale, dokumentierte und langfristig begleitete Maßnahme für die Verbesserung der Grundwasserverfügbarkeit gesucht wird.
Der Grundwasserwald® ist kein CO₂-Zertifikat, kein Neutralitätsversprechen und kein Ersatz für eigene Reduktionsmaßnahmen. Der Grundwasserwald® ist eine Ergänzung und keine technische oder kurzfristige Lösung.
Grundsätzlich kommen Standorte mit bestehenden Nadelwaldbeständen infrage. Ob eine Fläche tatsächlich geeignet ist, wird jedoch in einem fundierten Prüfprozess bewertet. Dabei werden unter anderem Bodenbeschaffenheit, hydrogeologische Gegebenheiten und angrenzende Flächennutzungen berücksichtigt. Je spezifischer die Anforderungen an den Standort sind, desto vertiefter fällt die Prüfung aus. Erst wenn die relevanten Voraussetzungen erfüllt sind, kann eine Fläche als Grundwasserwald® in Betracht gezogen werden.
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