Dokumentation ihres Wassermanagements

Beurkundung & Monitoring des Grundwasser­waldes ®

Dokumentation ihres Wassermanagements

Beurkundung & Monitoring des Grund­wasserwaldes®

Transparente Wasser­maßnahmen mit messbarer Wirkung

Ihr Weg zur Urkunde

Damit Unternehmen sicher sein können, dass ihr Engagement tatsächlich zur Förderung von Grundwasser beiträgt, setzen wir auf ein klares System:

Der Grundwasserwald® ist so konzipiert, dass Wirkung nicht pauschal angenommen, sondern hergeleitet und überprüfbar dokumentiert wird. Grundlage dafür ist ein wissenschaftliches Modellierungs- und Beurkundungs­verfahren, das standortbezogen arbeitet und natürliche Variabilität ausdrücklich berücksichtigt.

Ziel ist es eine realistische Einordnung dessen zu geben, was Waldumbau unter konkreten Bedingungen zur Vermehrung der Grundwasserneubildung beitragen kann.

Die wissenschaftlichen Grundlagen des Grundwasserwald® reichen bis in die 1990er-Jahre zurück. Bereits in der Vorgängerorganisation der heutigen FEAM GmbH wurden erste fachliche Ansätze entwickelt und Modellierungen erarbeitet. Diese langjährige Entwicklung wird heute in Zusammenarbeit mit der HAWK in Göttingen und UDATA in Neustadt an der Weinstraße fortgeführt.

Beurkundung

Jede Urkunde basiert auf einer wissenschaftlichen Standortmodellierung. Die Ergebnisse werden durch einen unabhängigen Fachbeirat geprüft. Ohne positive fachliche Stellungnahme wird keine Urkunde erteilt.

Monitoring

Die Wirkung endet nicht mit der Pflanzung. Jährliche Kontrollen, verbindlich geregelte Nachsteuerungsmöglichkeiten und ein dauerhaft angelegtes Datensystem sichern die Qualität über die gesamte Laufzeit.

Nachweisbare Wirkung

Erfasst wird der zu erwartende Grund­wasser­mehr­ertrag auf Basis wissenschaftlicher Modelle. Alle Ergebnisse werden transparent dokumentiert und als realistische Spannbreiten dargestellt.

Fachbeirat

Ein unabhängiges Gremium aus Wissenschaft und Fachpraxis prüft Methodik, Annahmen und Ergebnisse. Der Fachbeirat agiert und entscheidet ausschließlich nach fachlichen Kriterien.

Wasser ist Zukunft. Leben. Verantwortung.

Wasser ist
Zukunft. Leben. Verantwortung.

Der Prozess dahinter

Die Erhebung folgt einem mehrstufigen Verfahren: Zunächst werden standort­spezifische Naturaldaten erfasst und der Leaf Area Index (LAI) berechnet. Der LAI ist ein wissenschaftlicher Parameter zur Bewertung der Bestandsstruktur und Verdunstungs­leistung des Waldes. 

Diese Daten bilden die Grundlage für die anschließende hydrologische Modellierung, die unter Einbeziehung aktueller Klimaszenarien den zu erwartenden Grundwasser­mehrertrag der jeweiligen Fläche über einen Prognosezeitraum von 50 Jahren quantifiziert. 

Parameter für die Modellierung

01 | Flächenprüfung und Analyse

Standortgenaue Analyse von Boden, Vegetation, Niederschlag und Grundwasserstand. Identifikation geeigneter Waldflächen als Grundlage der Maßnahme.

02 | Modellierung und Bewertung

Modellierung über die Vermehrung der Grundwasserneubildung unter aktuellen und zukünftigen Bedingungen. Szenarienvergleich und wissenschaftliche Prüfung durch den unabhängigen Fachbeirat.

03 | Verträge und Umsetzung

Verbindliche Vereinbarungen mit Waldbesitzern und beteiligten Partnern. Fachgerechte Pflanzung standortgeeigneter Laubmischwälder durch qualifizierte Dienstleister.

04 | Urkunde und Monitoring

Ausstellung der Urkunde nach fachlicher Abnahme. Die Beurkundung ist untrennbar mit einem kontinuierlichen Monitoring verbunden. Dieses erfasst fortlaufend Daten zu, Vegetationsentwicklung und hydrologischen Parametern und stellt sie öffentlich zugänglich bereit.

01 | Flächenprüfung und Analyse

Standortgenaue Analyse von Boden, Vegetation, Niederschlag und Grundwasserstand. Identifikation geeigneter Waldflächen als Grundlage der Maßnahme.

02 | Modellierung und Bewertung

Simulation der Grundwasserneubildung unter aktuellen und zukünftigen Bedingungen. Szenarienvergleich und wissenschaftliche Prüfung durch den unabhängigen Fachbeirat.

03 | Verträge und Umsetzung

Verbindliche Vereinbarungen mit Waldbesitzern und beteiligten Partnern. Fachgerechte Pflanzung standortgeeigneter Laubmischwälder durch qualifizierte Dienstleister.

04 | Urkunde und Monitoring

Ausstellung der Urkunde nach fachlicher Abnahme. Die Beurkundung ist untrennbar mit einem kontinuierlichen Monitoring verbunden. Dieses erfasst fortlaufend Daten zu Vegetationsentwicklung und hydrologischen Parametern und stellt sie öffentlich zugänglich bereit.

Nachweisbare Wirkung

Alle Ergebnisse werden transparent für Sie dokumentiert:

Die wissenschaftlich berechnete Mehrbildung von Grundwasser in Liter pro Hektar und Jahr.

Die hydrologische Wirkung der Maßnahme über einen Zeitraum von bis zu fünfzig Jahren.

Die Bewertung von Boden, Vegetation, Niederschlag und Grundwasserbedingungen als Grundlage der Modellierung.

Die Beurkundung

Die Grundwasserwald® – Beurkundung wird von der FEAM GmbH unter fachlicher Einbindung des Fachbeirats sowie der wissenschaftlichen Partner HAWK und UDATA ausgestellt. Sie dokumentiert unter anderem die Projektfläche und ihre Koordinaten, die Flächengröße in Hektar sowie den modellierten Mehrertrag an verfügbarer Grundwassermenge.

Die Gültigkeit der Urkunde ist an den jährlich aktualisierten Online-Status des jeweiligen Projekts gebunden. Dadurch bleibt jederzeit nachvollziehbar, ob die zugrunde liegenden Voraussetzungen weiterhin erfüllt sind.  

Monitoring: Messbare Verantwortung

Die Wirkung als auch die Verantwortung enden nicht mit der Pflanzung. Monitoring und Betreuung sind integraler Bestandteile des Grundwasserwaldes. Ein langfristiges Monitoring ist aber nur dann glaubwürdig, wenn es verbindlich geregelt ist.

Grundlage sind langfristige Vereinbarungen mit Waldbesitzern, jährliche Kontrollen und ein verbindliches Nachsteuerungsrecht. So können Maßnahmen bei Bedarf fachlich angepasst werden. Die Verantwortung liegt bei dauerhaft bestehenden Einrichtungen und ist nicht an einzelne Personen gebunden. Ein verbindliches Vertragswerk sowie klare Regelungen für Eigentümerwechsel sichern die Maßnahme langfristig auf der Fläche.

Kunden-LOGIN

Schon bald bekommen unsere Kunden Zugang zu einem persönlichen Mitgliederportal, in dem alle wichtigen Daten zum Grundwasserwald transparent und jederzeit ersichtlich sind.

Datenerfassung und Qualitäts­sicherung

Die Datenerhebung erfolgt nach festgelegten Standards und Intervallen. Vor der Weiterverarbeitung werden die Daten auf Plausibilität geprüft und mit bestehenden Referenz- und Ausgangsdaten abgeglichen.

Die Dokumentation umfasst:

Der Fachbeirat

Der Prüfprozess endet jedoch nicht mit der Modellierung.           Bevor eine Grundwasserwald®-Urkunde erteilt wird, prüft der Fachbeirat die wissenschaftlichen Grundlagen jedes Projekts und das unabhängig und nach rein fachlichen Kriterien. Was eine Urkunde wert ist, entscheidet letztlich die Instanz dahinter. 

Der Fachbeirat ist ein unabhängiges wissenschaftliches Gremium, das mindestens zweimal jährlich tagt und unabhängig von der FEAM GmbH agiert. Für Unternehmen und Behörden, die den Grundwasserwald® in ihre Nachhaltigkeitsstrategie einbinden, ist der Fachbeirat ein zentrales Qualitätsmerkmal. Er stellt sicher, dass die kommunizierten Wirkungen wissenschaftlich geprüft und belastbar dokumentiert sind. Gegenüber internen Prüfinstanzen ebenso wie gegenüber der Öffentlichkeit.

Der Fachbeirat soll sich noch bis Ende 2026 konstituieren. 

Der Fachbeirat bewertet:

…jedes Grundwasserwald-Projekts. Seine Mitglieder sind Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Fachpraxis mit waldhydrologischem Hintergrund. Jedes fachliche Urteil trifft der Beirat vollständig eigenständig und ohne ihre positive Stellungnahme wird keine Beurkundung erteilt. 

UDATA modelliert die Grundwasserneubildung unter Beachtung verschiedener Klima- Szenarien. Mit den Modellen wird die hydrologische Wirkung auf die Grundwasserneubildung durch gezielten Waldumbau bewertet.

Die HAWK erarbeitet die waldbaulichen Modelle sowie den LAI (Leaf Area Index). Diese Daten werden der UDATA GmbH zur Erarbeitung der Modellierung bereitgestellt.

Ebner Stolz begleitet den Grundwasserwald® bei der fachlichen und rechtlichen Einordnung in die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Dazu gehören die Prüfung möglicher Bezüge zu CSRD und EU-Taxonomie sowie die juristische Prüfung des Zertifizierungssystems nach den Anforderungen der EmpCo-Richtlinie.

Unsere Partner

Für die Modellierung und Zertifizierung Ihres Grundwasserwaldes arbeiten wir mit folgenden Partnern zusammen:

Wir zeigen Ihnen, wie der Grundwasserwald funktioniert und wie Ihr Unternehmen einen zertifizierten Beitrag zum Grundwasser leisten kann.

Zeit, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

Häufig gestellte Fragen

Erfasst wird der jährlich zu erwartende Grundwassermehrertrag über einen Zeitraum von 50 Jahren. Grundlage sind standortbezogene Modellierungen mit zwei Waldbauvarianten, zwei Klimaszenarien und fünf Klimamodellen. Berücksichtigt wird dabei insbesondere, wie sich der Umbau von Nadel- zu Laubwald auf Wasserhaushalt und Grundwasserverfügbarkeit auswirkt.

Die Berechnung des Grundwassermehrertrags basiert auf einer standortspezifischen Analyse einzelner Waldflächen, um Unterschiede in Boden, Baumarten und Wachstumsdynamik realistisch abzubilden. Die Modellierung erfolgt mithilfe anerkannter forsthydrologischer Modelle und berücksichtigt verschiedene Klimaszenarien (EURO-CORDEX). Die Ergebnisse werden als Spannbreiten dargestellt und zu einem gewichteten Mittelwert zusammengeführt. Grundlage bilden Daten der Waldbesitzer, Klimadaten sowie Waldwachstums- und Wasserhaushaltsmodelle.

Die Berechnung des Mehrertrags erfolgt zu Projektbeginn auf Basis aktueller Daten und Szenarien. Die Entwicklung der Fläche wird regelmäßig im jährlichen Turnus kontrolliert und dokumentiert und ist Teil des Monitorings. Bei veränderten Rahmenbedingungen kann eine fachliche Neubewertung erfolgen und Anpassungen vorgenommen werden.
Die wissenschaftliche Ausarbeitung erfolgt in Zusammenarbeit mit der HAWK Göttingen und UDATA, fachlich begleitet werden die Projekte durch den Fachbeirat Grundwasserwald®. FEAM übernimmt Koordination, Umsetzung und laufendes Projektmonitoring.

Naturbasierte Maßnahmen sind nie vollständig planbar. Genau deshalb legt der Grundwasserwald® offen, was gemessen werden kann und was nicht. Das Monitoring umfasst keine direkte, kontinuierliche Messung des Grundwasserspiegels auf der Fläche. Die Wirkung auf die Grundwasserneubildung wird modellbasiert hergeleitet und nicht punktuell gemessen, da lokale Messungen die komplexen, großräumigen Prozesse des Wasserhaushalts nicht valide abbilden können.

Der Fachbeirat übernimmt die fachliche Qualitätssicherung des Grundwasserwald®-Systems. Er bündelt unabhängige Expertise aus relevanten Fachbereichen und prüft zentrale methodische und fachliche Fragestellungen im Sinne einer freiwilligen Selbstkontrolle. Das Gremium arbeitet weisungsfrei und verfügt bei fachlichen Bedenken über ein Vetorecht. Für die Mitglieder gelten definierte Anforderungen an Fachkompetenz und Unabhängigkeit.

Der Zertifizierungsprozess wird ausgesetzt. Eine erneute Einreichung ist erst nach fachlicher Überarbeitung möglich, dann wird neu geprüft.

Die Berechnung basiert auf international anerkannten forsthydrologischen Modellen, die in Kooperation mit der HAWK Göttingen und UDATA GmbH entwickelt wurden. Die Methodik wird öffentlich kommuniziert und die Fachbeiratsmitglieder stehen für Rückmeldungen zur Verfügung.

Projektanfrage

Vielen Dank für Ihr Interesse an Grundwasserwald®. Bitte füllen Sie dieses Formular so vollständig wie möglich aus — je mehr Informationen Sie angeben, desto schneller können wir Ihnen ein maßgeschneidertes Angebot erstellen und verfügbare Flächen prüfen.

Es gilt unsere Datenschutzerklärung.